Rein: Aus für die Stiftstaverne

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Für eines der ältesten Gasthäuser in der Steiermark wird ein neuer Verwendungszweck gesucht. Die bisherigen Pächter werfen das Handtuch, die Zisterzienser als Eigentümer der Stiftstaverne wollen neue Wege beschreiten.

Knapp drei Jahre lang führten Sarah und Günter Schöglhofer den traditionellen Gasthof. Die Wirtsleute aus Oberösterreich brachten zwar frischen Wind in die alten Mauern und eine bodenständige Küche dazu. Doch nun ist Schluss damit. Ende November wird zugesperrt.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Faktum ist, wie Sarah Schlöglhofer betont, dass kein geeignetes Personal zu finden sei, vom AMS kommen fast durchwegs unbrauchbare Kräfte. Auch dringend anstehende Investitionen in Küche und Zimmer fehlen. Das Stift als Eigentümer sei nicht mehr bereit, hier tatkräftig anzupacken. Und schließlich blieben auch die Gäste aus. Der schlechte Sommer verhinderte ein vernünftiges Gastgarten-Geschäft, Firmen aus der Umgebung, deren Mitarbeiter regelmäßig ein Mittagsmenü essen, sind ebenso wenig vorhanden wie Ausflügler, die noch vor etlichen Jahren die Stiftstaverne frequentierten.

Pater Thomas Friedmann bestätigt die eher triste Situation. "Wir haben in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen, in Summe rund 500.000 Euro, die Sanitärbereiche umgestaltet, Fassade und Fenster renoviert, mehr geht einlach nicht", gibt er offen zu. Der Pachtertrag decke bei weitem nicht mehr die Investitionen, man musste ständig auf Rücklagen zugreifen,

Nun blickt die Verwaltung im Stift Rein üher den Tellerrand und liebäugelt auch mit anderen Verwendungszwecken. Pater Thomas ist zwar am Fortbestand einer guten Gastronomie nach wie vor interessiert, will jedoch einen langfristigen Vertrag sehließen.

Ein Verkauf sei derzeit nicht im Gespräch, wenngleich man "über alles nachdenken und nichts ausschließen kann", so der oberste Wirtschafter des Stiftes.

Daher brodelt es an der Gerüchtebörse. Von Wohnbauten durch einen Bauträger ist genauso die Rede wie von einem Asylantenheim, das durchaus im Gedankengut der Katholischen Kirche Platz fände. Mit einigen Umbauten hätten schon viele Familien und Flüchtlinge beziehungsweise Asylanten eine Unterkunft.

Die Fläche von einigen tausend Quadratmetern rund um die Stiftstaverne eignet sich aber auch für einen architektonisch interessanten Wohnbau in einer der besten Lagen in der künftigen Großgemeinde Gratwein-Straßengel.


Quelle Bezirk Aktuell

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